HSV I zittert sich in Ruswil zum ersten Saisonsieg
Vergangenes Wochenende hatte der HSV beim 3:3-Unentschieden in Nottwil grosse Moral bewiesen und in doppelter Unterzahl noch einen Zwei-Tore-Rückstand aufgeholt. Dieses Wochenende bot das Auswärtsspiel beim FC Ruswil die nächste Chance auf Punkte. Der FC Ruswil war nämlich weniger als ideal in die Saison gestartet, hatte sowohl die erste Cuprunde als auch den Meisterschaftsauftakt verloren. Hildisrieden rechnete sich also auch einige Chancen aus in dieser Partie.
Der Start in die Partie lief für den HSV dann wohl so gut ab, wie es eben nur geht: In der 2. Minute traf Fleischli nach einer klasse Einzelaktion im Ruswiler Sechzehner zur frühen HSV-Führung. In der 7. Minute wurde ein HSV-Abschluss von einem Ruswiler mit dem Arm geblockt und es gab Elfmeter für die Gäste: Fleischli verwandelte zum 0:2. Wieder nur zwei Minuten später flankte dann Pfister von links in den Ruswiler Strafraum und der Ball fand via einem Ruswiler Verteidiger den Ball ins Tor. Der perfekte HSV-Start nach zehn Minuten war Tatsache und die Ruswiler brauchten danach rund zehn weitere Minuten, um sich von den Ereignissen der Startphase zu erholen und ihre spürbare Verunsicherung zu überwinden. Danach gestaltete sich die Partie deutlich ausgeglichener: Beide Mannschaften versuchten auf dem schwer bespielbaren Terrain erst gar nicht, gepflegten Fussball zu spielen. Das Spiel war von vielen hohen Bällen geprägt, die beide Defensiven vorerst nicht vor weitere Probleme stellten. In der 28. Minute rückten der HSV dann aber ein paar Schritte zu weit auf und wurde zum ersten Mal von einem hohen Ball überspielt. Die Aktion endete mit einem Foul am Hildisrieder Sechzehner. Der fällige Freistoss von Duss fand irgendwie den Weg durch die HSV-Mauer und wurde dabei für HSV-Keeper Baggenstos unhaltbar abgelenkt. Das 1:3 brachte bei den Gastgebern die Hoffnung zurück. Doch es dauerte nach Wiederanpfiff nur rund 20 Sekunden, bis Fleischli nach einem Stellungsfehler in der Ruswiler Hintermannschaft allein losziehen konnte, zum 1:4 traf und damit seinen Dreierpack komplettierte. Ein paar Minuten vor der Pause gab es dann nach einem unglücklichen Handspiel allerdings noch einen Elfer für die Ruswiler, den Spaar zum 2:4 versenkte. Danach war diese spektakuläre Halbzeit mit sechs Treffern zu Ende.
Die zweite Halbzeit hatte dann deutlich weniger Spektakel zu bieten: Der HSV stand nun tief und war damit bestens gerüstet, um die hohen Bälle der Gastgeber zu verteidigen. Offensiv trat Hildisrieden hingegen kaum mehr in Erscheinung. Für die zahlreichen Zuschauer in Ruswil war die zweite Halbzeit also lange eine sehr zähe Angelegenheit. Trotzdem ging die HSV-Taktik lange auf, zumindest bis zu einem unsauberen Klärungsversuch: Die Ruswiler lancierten sofort den Angriff über rechts, der Ball kam zur Mitte und dort war es am Ende mit Joel Krieger ein Hildsrieder, der den Ball ins eigene Tor beförderte. Das zweite Eigentor der Partie sorgte dafür, dass die Schlussphase nochmal spannend wurde. Die Ruswiler versuchten bis zum Ende alles, suchten den Ausgleich vehement, doch wenn es gefährlich wurde, war HSV-Keeper Baggenstos immer zur Stelle und Hildisrieden rettete den 3:4-Auswärtssieg über die Ziellinie.
Im zweiten Saisonspiel feiert der HSV also den ersten Sieg und steht nach zwei Partien mit vier Punkten wohl besser da, als man von sich selbst als Aufsteiger erwarten durfte. Nun gilt es, dieses Momentum mitzunehmen: Nächsten Sonntag eröffnet der HSV die Heimsaison mit der Partie gegen den FC Grosswangen-Ettiswil. Anpfiff ist um 14:00 Uhr, wie immer freut sich die Mannschaft über alle Unterstützung! – Hopp Höudi!
Telegramm
FC Ruswil: Heller; Sivakumar, Herzog, Bachmann, Bussmann; Duss, Spaar, Ehrbar, Schnider; Muff, Emmenegger (Steffenhagen, Bucher, Lütolf, Grüter, Ly, Sreckovic, Da Silva Lopes).
Hildisrieder SV: Baggenstos; Culo, S. Ineichen, M. Estermann, R. Krieger; Pfister, Wiederkehr, Fleischli, Bachmann, J. Krieger; Biedermann (F. Ruckli, Barmettler, Tesfamichael).
Tore: 2. Fleischli 0:1, 7. Fleischli 0:2 (P), 9. Bussmann 0:3 (ET), 28. Duss 1:3, 29. Fleischli 1:4, 35. Spaar 2:4 (P), 73. J. Krieger 3:4 (ET)
Bemerkungen: -