HSV I mit erster Saisonniederlage
Am frühen Samstagabend war der Hildisrieder SV beim FC Emmenbrücke II zu Gast. Dieses Duell lancierte die Rückrunde für die beiden Mannschaften. Bei kalten und nassen Bedingungen wurde das Spiel auf dem Kunstrasenfeld ausgetragen. Nach dem man in der Vorrunde kein einziges Spiel verloren hatte, wollte der HSV diese Serie natürlich auch beim Rückrundenstart fortsetzen.
Die Hildisrieder erwischten durchaus einen guten Start in das erste Saisonspiel. In der Startphase konnte man viel Ballbesitz vorweisen. In der Startviertelstunde kam der FC Emmenbrücke kaum je in die Hildisrieder Platzhälfte. Der HSV konnte die deutliche Überlegenheit allerdings noch nicht in die ganz grossen Torchancen ummünzen. Eine Unachtsamkeit in der Defensive sowie ein schlechtes Umschaltspiel der Hildisrieder führte dann dazu, dass ein Angreifer von Emmenbrücke in der 21. Minute vor dem Kasten der Hildisrieder zum Abschluss kam und souverän ins untere Eck traf. Die Führung für die Gastgeber kam komplett aus dem Nichts, bis anhin hatte nur eine Mannschaft gespielt. Die Hildisrieder liessen sich dementsprechend durch dieses Gegentor nicht aus dem Konzept bringen, sie spielten weiterhin mutig nach vorne und man kam zu einigen sehr guten Torchancen und zu sehr vielen Standards. Ein Tor wollte vorerst aber nicht gelingen, mehrmals scheiterte der HSV freistehend am unfassbark stark aufspielenden Emmenbrücker Schlussmann. Kurz vor dem Halbzeitpfiff nutzten die Hildisrieder dann aber ihre gefühlt zehnte Ecke: Fleischli konnte per Kopf zum mehr als überfälligen 1:1 einnicken. Mit diesem Resultat ging es dann auch in die Pause.
Nach der Pause ging das Spiel wie vor der Pause weiter. Die Hildisrieder kontrollierten vorwiegend den Ball und den Gegner. Auch in dieser Phase liess der HSV aber mehr als eine absolute Topchance aus. Das Spiel wurde inzwischen auch zunehmend ruppiger. Nach rund einer Stunde hatten die Emmenbrücker mehr als Glück, weiterhin zu elft auf dem Feld zu stehen. Ein Hildisrieder war an der Seitenlinie von einen Emmenbrücker mit gestrecktem Bein und offener Sohle auf Knöchelhöhe angegangen worden. Der Schiedsrichter beliess es bei Dunkelgelb. Der FC Emmenbrücke konzentrierte sich nun weitestgehend bloss noch auf die Defensive, verstand es bei Ballbesitz aber, den Ball etwas in den eigenen Reihen laufen zu lassen und nicht sofort nach vorne zu jagen, was dem HSV etwas den Wind aus den Segeln nahm. Nach rund 75 Minuten vergab der HSV aber dennoch zwei weitere beste Gelegenheiten auf die Führung, die völlig überfällig war. Demnach kam es dann aber auch, wie es so oft kommt, wenn man die Tore nicht macht: In der 88. Minute führte ein fataler Ballverlust in der HSV-Defensive dazu, dass ein Emmenbrücker Angreifer allein vor dem Hildisrieder Tor auftauchte. Er liess sich natürlich nicht zweimal bitten und verwandelte zum 2:1. In der Nachspielzeit vermochte der HSV nicht mehr zu reagieren und so setzte es die erste Saisonniederlage für die Hildisrieder ab.
Extrem bitter für den HSV, nach einer eigentlich sehr guten Leistung als Verlierer vom Feld gehen zu müssen. Dementsprechend gibt es aber auch sehr viel Positives, das der HSV aus dieser Partie mitnehmen kann. Sorgenkind bleibt der etwas fahrlässige Umgang mit den Chancen, diesen gilt es definitiv zu verbessern. Aufgrund des kommenden Osterwochenendes hat der HSV aber nun auch zwei Wochen Zeit, um den zumindest resultatmässigen Fehlstart in die Rückrunde zu verdauen. Am Samstag, 11. April 2026, empfängt der HSV den FC Sempach II zu Hause in der Raiffeisen-Arena Bögehüsli zum Derby. Anpfiff ist um 17:30 Uhr. Die Mannschaft freut sich auf zahlreiche Unterstützung – Hopp Höudi!
Telegramm
FC Emmenbrücke II: Petrovic; Nasser, Prenkaj, Thayananthan; Dano, John, Nushi, Garcia; Gomez, D’aprile, Dedic (Ettlin, Moretti, Skeledzija, Peric, Shehu, Memaj, Maduka).
Hildisrieder SV: Baggenstos; S. Ineichen, Bachmann, M. Estermann, J. Estermann; J. Krieger, Fleischli, M. Wicki, F. Wicki, Barmettler; A. Ineichen (Schmid, Culo, Pfister, D’Alessandro).
Tore: 21. D’aprile 1:0, 45. Fleischli 1:1, 88. Maduka 2:1
Bemerkungen: -