, Estermann Reto

1. Mannschaft steigt auf!

Also doch noch … Nach einem hektischen und nervösen Auftritt in der Vorwoche gegen Horw (2:2) gelang es dem Eis, im allerletzten Spiel gegen Rothenburg den Sack zuzumachen und damit den zweiten Matchball zu verwerten.

Am vorletzten Samstag wäre eigentlich alles für eine rauschende Aufstiegsfeier vorbereitet gewesen. Heimspiel, ein grosser Zuschaueraufmarsch, perfekter Zustand des Rasens und herrliches Sommerwetter. Was jedoch fehlte waren eben die drei Punkte, doch immerhin erzielte der HSV in der allerletzten Minute in doppelter Unterzahl (!) das 2:2. Genau dieser Punktgewinn brachte dann wohl schlussendlich die Entscheidung im Kampf um den Aufstieg. Während dem HSV vor dem Derby gegen Rothenburg ein Remis genügte, musste Ebikon unbedingt gegen den Viertplatzierten aus Alpnach einen Dreier einfahren. Eine spannende Ausgangslage.

Aufgrund des vorangegangenen 2. Liga Spiels zwischen Rothenburg und Cham konnte die Begegnung vom HSV erst um 20:13 Uhr angepfiffen werden. Das sorgte nicht für eine Beruhigung der Nerven. Rothenburg schenkte dem HSV keinen Meter, spielte unbeschwert und frech nach vorne, während sich der HSV teilweise vergeblich mühte gefährlich vors Tor zu kommen. Das Spiel, geprägt von vielen Fehlern, plätscherte vor sich hin, als der HSV gleich zwei Chancen hintereinander nicht nützte. Auch Rothenburg kam zum Abschluss doch Torhüter Jim Bischof zeigte starke Reflexe. Kurz vor Schluss erreichte die Kunde vom siegreichen Ebikon die HSV-Spielerbank, was nochmals zusätzlich den Puls in die Höhe trieb. Mit einer grandiosen Parade lenkte Torhüter Bischof ein Geschoss von einem Rothenburger gerade noch an den Pfosten und bewahrte sein Team vor dem endgültigen K.O.-Schlag. Simon Ruckli erlöste den HSV in der 91. Minute mit dem Führungstreffer. Wenig später pfiff der Unparteiische ab. Die Mannschaft vom Trainerduo Bosshard/Koch schaffte die unmittelbare Rückkehr in die 3. Liga! Entsprechend gross die Erleichterung und Freude über die erreichten Ziele. Die Jubelschreie der Spieler waren wohl bis nach Hildisrieden zu hören.

Mitten im Getümmel rang Trainer Bosshard nach den passenden Worten. «Jetzt gerade ist der Tank komplett leer. Die Saison kostete uns alle sehr viel Substanz. Ich bin unglaublich stolz auf die Jungs. Wenn man sieht, wo wir vor zwei Jahren standen und wo wir jetzt stehen, gibt es hierfür keine Worte, welche die Entwicklung der Mannschaft passend umschreiben». Während der Trainer noch komplett in Gedanken versunken versuchte zu realisieren, was seine sehr junge Mannschaft soeben erreichte, feierten die Spieler lautstark und ausgiebig den Aufstieg, inklusive der obligaten Bier- und Champagnerduschen. Es war gleichzeitig der Start in eine lange Partynacht an diesem wunderbaren Samstagabend.