HSV I zeigt Moral

Nach zwei absolvierten Heimspielen wies Hildisrieden ein Torverhältnis von 7:0 auf. Dementsprechend optimistisch war man vor dem Verfolgerduell mit dem FC Luzern. Vier Heimtreffer hatten die Zuschauer auch am vergangen Samstag wieder zu bejubeln. Jedoch durften dieses Mal auch die Gästefans Tore feiern. Doch nun der Reihe nach.

 

Ein etwas unkonzentrierter Start der Hildisrieder wurde von Luzern in der 6. Minute mit dem ersten Gegentreffer auf dem Bogenhüsli bestraft. Osmani brauchte nach einem Querpass durch den Torraum nur noch einzuschieben. Die Hildisrieder, auch anschliessend noch nicht wirklich gut, nutzen ihre erste Chance in der 14. Minute zum Ausgleich. Burri versenkte einen Eckball im Stile eines Ibrahimovic, indem er denn Ball mit der Sohle direkt aus der Luft in die Maschen lenkte. Fünf Minuten später schlief die Hildisrieder Hintermannschaft zum zweiten Mal. Als der Ball nahe der Grundlinie war, stellten die Hildisrieder das Verteidigen ein. Der generische Angreifer hielt den Ball jedoch mit einer Grätsche im Spiel und bediente gleichzeitig Osmani, der zum zweiten Mal traf. Das Heimteam kam danach besser ins Spiel und Adrian Ineichen nutzte einen Prellball im gegnerischen Strafraum zum 2:2 in der 30. Minute. Dieses Resultat war gleichbedeutend mit dem Pausenstand.

Das „Eis“ kam sehr druckvoll aus der Kabine und schnürte Luzern in den ersten Minuten regelrecht ein. James Ineichen kam mit einem Lattenkopfball der erstmaligen Führung am nächsten. Das nächste Tor erzielten trotzdem wieder die Gäste aus Luzern. Osmani entwischte der Hildisrieder Abwehr und erzielte dank einem strammen Schuss den Hattrick. Jetzt waren die Gäste wieder im Aufwind und gefällig in den Kombinationen. Die Hildisrieder konterten jedoch und Martin verwertete in der 77. Minute einen gut gespielten Rückpass von Fabian Wicki von der Strafraumgrenze aus. Die Freude währte allerdings nur kurz. Bereits drei Minuten später war der Vorsprung aus Sicht der Städter wieder hergestellt. Aufgrund des bisherigen Spielverlaufs glaubte der HSV trotzdem noch an den Ausgleich. In der 86. Minute war es tatsächlich so weit: Joker Ademovic traf zum umjubelten 4:4. Er verwerte die Vorlage vom mit ihm eingewechselten Ruckli. Danach fielen keine weiteren Tore mehr und die beiden Mannschaften teilten sich gerechterweise die Punkte.

Für das HSV-Fanionteam war das der Auftakt zu den wahrscheinlich intensivsten sechs Tagen der Saison. Am Dienstag steht das Cupspiel gegen den FC Buttisholz auf dem Programm und bereits am Donnerstag spielt man gegen den SC Eich wieder um Punkte in der Meisterschaft.

Telegramm:

Hildisrieder SV - FC Luzern 4:4 (2:2)

Raiffeisen-Arena Bogenhüsli - 80 Zuschauer. - SR Keusch. - Tore: 7. Osmani 0:1, 15. Burri 1:1, 20. Osmani 1:2, 32. A. Ineichen 2:2, 66. Osmani 2:3, 77. Martin 3:3, 80. Milicaj 3:4, 83. Ademovic 4:4.

Hildisrieder SV: Schmid; Lang, Vrhovac, J. Ineichen, Roth; Emmenegger, Burri, Frischkopf, Martin; A. Ineichen, F. Wicki (S. Ineichen, Ruckli, Ademovic, Krieger).

FC Luzern: Gjokaj; Ademi, Vrhovac, Kidane, Weber; Baumeler, Nikollbibaj, Krasniqi, Preite; Osmani, Nzita (Gergoci, Kandiah, Rodriguez Lago, Huez, Millicaj, Sucic, Cekaj)