Der HSV trifft am Sonntagnachmittag auf den FC Adligenswil. Ein Duell zweier Teams, die bisher aus sportlicher Sicht nicht auf Touren kamen.

Am Dienstag lieferte der HSV im IFV Cup gegen den sympathischen Zweitligisten FC Schattdorf über weite Strecken ein tolles und abwechslungsreiches Spiel ab. Immerhin gewann Hildisrieden gegen Schattdorf die zweite Halbzeit mit 1:0, spielte frech und mutig nach vorne, war stets bemüht auch in Drucksituationen spielerische Lösungen zu finden. Mit einer besseren Effizienz im Abschluss hätte der HSV weitere Tore erzielen können. Schattdorf hingegen war vor allem in der ersten Halbzeit unglaublich effizient und kaltblütig. Positiv ist weiter zu erwähnen, dass der Gegner im Anschluss an die faire Begegnung gegenüber dem HSV für dessen Leistung einige Komplimente verteilte. Ein weiterer Beweis dafür, dass man sich beim HSV auf dem richtigen Weg befindet. Hildisrieden wünscht den Urnern weiterhin viel Erfolg im Cup sowie in der restlichen Saison. Es macht definitiv sehr viel Spass der jungen Truppe von Trainer Bosshard zuzusehen. Nicht zuletzt wegen ihrem unbändigen Enthusiasmus mit welchem das gesamte Team jeweils auftritt, unabhängig des Spielstandes während einer Partie.

Am Sonntag geht’s in der Meisterschaft für den HSV weiter. Gegner ist der FC Adligenswil, die bisher deutlich unter den Erwartungen blieben. Mit nur 5 Punkten aus 6 Partien hätte sich der FCA mit Sicherheit einen besseren Start gewünscht. Letzte Woche siegte Adligenswil endlich das erste Mal, wenn auch etwas überraschend zu diesem Zeitpunkt, gegen den FC Hitzkirch mit 2:1. Am Dienstag im Cup bot man dem Zweitligisten Luzerner SC über einen längeren Zeitraum Paroli, verlor am Ende nur knapp mit 3:5. Mit Sicherheit kann also Adligenswil deutlich mehr als es die Tabelle verrät. Trainer Bosshard lässt sich von lauem Start der Adligenswiler nicht blenden, rechnet mit einer offensiv und aggressiv eingestellten Mannschaft. Von einem «6-Punkte-Spiel» mag niemand sprechen. Die Rollenverteilung ist für Trainer Bosshard ohnehin wiederum deutlich verteilt. «Wir treten fast schon standardmässig als Aussenseiter an, doch wir wollen jetzt natürlich versuchen endlich die ersten Punkte zu holen. Was die Jungs jede Woche leisten verdient unglaublich viel Respekt. Wenn uns jemand nur aufgrund der Tabelle beurteilen will, dann soll er dies gerne tun. Unser Plan besteht seit Sommer und daran halten wir bedingungslos fest. Es gibt keine Änderungen, nur weil wir mit 0 Punkten am Tabellenende stehen. Wir klopfen keine grossen Sprüche, sondern arbeiten zielstrebig für unsere Zukunft». Die personelle Situation bleibt beim HSV hingegen vorerst angespannt. Zwar kehren mit Livio Stocker und Raffael Krieger zwei offensive Kräfte zurück, aber dafür sind die Einsätze von Joel Lang, Marcel Wiederkehr und Joel Jost aufgrund verschiedener Blessuren ungewiss. Erlin Thaqi und Marco Capasso fallen mit Verletzungen bis Ende Monat aus. Dominik Hasler steht nicht zur Verfügung. Für Diego Heller ist es ein spezielles Spiel. Der erst 15-jährige Torhüter vom FCL wohnt in Adligenswil und brennt entsprechend zusätzlich darauf den FCA mit seinen Paraden zur Verzweiflung zu bringen. Zuletzt erreichte er mit der U17 im U18 Cup die Viertelfinals, kratzte einen Penalty und trug so einen wichtigen Teil zum Erfolg bei. Der Anpfiff erfolgt um 14 Uhr auf dem Bogenhüsli.