Das "Eis" schiesst sich den Frust von der Seele und gewinnt in der zweiten Cuprunde gegen Ligakonkurrent Alpnach mit 4:0.

Die bittere Niederlage gegen den SC Buochs am Wochenende (0:1) beschäftigte Trainer Bosshard noch ein Weilchen, denn kurz vor Schluss hätte Captain Silvan Ineichen nach einer feinen Einzelaktion den Siegestreffer erzielen können, scheiterte jedoch am Nidwaldner Schlussmann und im Gegenzug kassierte der HSV tatsächlich nach einem Standard einen Gegentreffer. Wieder kein Tor geschossen, wieder keine Punkte, trotz guten Ansätzen. Die Enttäuschung verständlicherweise extrem gross.

Gut also, dass bereits am Dienstagabend ein weiterer Ernstkampf auf dem Programm stand. Dieses Mal gegen Ligakonkurrent Alpnach auf dem alten Kunstrasen. Gegenüber dem Auftritt am Sonntag stellte Trainer Bosshard auf zahlreichen Positionen um. Alpnach versuchte in der Startphase den HSV frühzeitig unter Druck zu setzen. Das Startfurioso hielt nur kurz, weil der HSV ruhig blieb und sich wenig beeindruckt zeigte. Immer wieder befreite sich die Mannschaft durch clevere Spielzüge aus der drohenden Umklammerung. Hildisrieden hielt ausserdem die Räume im Zentrum eng so dass Alpnach öfters keinen Platz fand und auf die Seite auswich oder gar die Angriffsbemühungen jeweils mit einem Pass zurück in die eigene Abwehrreihe abbrach. So hielt man Alpnach geschickt von der Gefahrenzone weg. Gefährlich wurde Alpnach hauptsächlich nach Standards. Innenverteidiger Joel Jost klärte denn auch nach einer besagten Situation knapp vor der Linie für den bereits geschlagenen Torhüter Lang. Glück für den HSV. Eine Hiobsbotschaft als Mittelfeldstratege Riccardo Strazzella bereits nach 25 Minuten verletzungsbedingt das Feld räumte. Für ihn kam Raffael Ruckli ins Spiel. Unabhängig davon blieb der HSV äusserst konzentriert und engagiert, verrichtet viel Laufarbeit. Zwei gute Chancen vermochte Marco Capasso und Noah Villiger nicht auszunützen. Auch Joel Krieger scheiterte mit einem Weitschuss. In der 38. Minute spekulierte Captain Marcel Wiederkehr goldrichtig und fing einen etwas zu sorglosen Pass eines Alpnachers im Mittelfeld frühzeitig ab. Sein energischer Vorstoss brachte ein Duell mit dem FCA Torhüter, der zwar den ersten Abschlussversuch stark parierte, aber gegen das kraftvolle Nachsetzen machtlos war. Entsprechend gross der Jubel nach zuvor 270 torlosen HSV Minuten. Alpnach wirkte zwischenzeitlich etwas planlos bei den offensiven Bemühungen, schaffte es daher nicht mehr den HSV vor der Halbzeit in Bedrängnis zu bringen. Es blieb bei der knappen Führung für den HSV.

Die zweite Halbzeit startete ganz nach dem Geschmack vom HSV. Erlin Thaqi legte sich in der 50. Minute einen Freistoss ausserhalb der Straftraumgrenze zurecht. Sein flacher Schuss lenkte Fabian Burri unhaltbar zum 2:0 ab. Durch einen Platzverweis, zwei gelbe Garten innerhalb kurzer Zeit, fiel bereits eine Vorentscheidung. Gleich im Anschluss setzte Alpnach alles auf eine Karte, wechselte zeitgleich fünf (!) neue Spieler ein und versuchte nochmals das Spiel irgendwie zu drehen. Was man hierbei dem FCA zugutehalten muss ist die Tatsache, dass sie trotz Platzverweis und zwei Tore Rückstand nicht aufsteckten. Schlussendlich souverän und abgeklärt spielte der HSV die Partie zu Ende, wobei bei Alpnach die Kräfte nachliessen. Die HSV Abwehr liess kaum Torchancen zu. Erlin Thaqi traf per Freistoss zum 3:0. Einige Minute später setzte Raphael Estermann mit dem 4:0 den Deckel drauf. Hildisrieden erreichte die nächste Cuprunde, schoss gleichzeitig den angestauten Frust vom Leib. Wiederum agierte die gesamte Mannschaft mit viel Leidenschaft und einer vorzüglichen Moral. Dies könnte im weiteren Verlauf der Meisterschaft ein nicht zu unterschätzender Faktor sein, wobei es nach wie vor eine schwierige Aufgabe darstellt sich mit der jungen Mannschaft weiterhin in der 3. Liga behaupten zu dürfen. Beim HSV freut man sich hoffentlich auf ein attraktives Los für die nächste Cuprunde per Ende September.

Nächstes Spiel ist gegen den FC Meggen. Das Eis hofft, endlich die ersten Punkte einfahren zu können.

HSV: Lang; Schmid, Burri, Jost, R. Estermann; J. Krieger, Wiederkehr, Strazzella, Thaqi, Villliger; Capasso (Gumann, R. Krieger, Contreras, F. Ruckli, R. Ruckli)