Für den HSV war die Devise an diesem Freitagabend klar. Nach vier verlorenen Meisterschaftsspielen mussten wieder Punkte her. Doch es sollte anders kommen. Der HSV stellte zwar trotz langer zweifacher Unterzahl (!) das bessere Team, stand am Ende aber trotzdem mit leeren Händen da.

Der Anpfiff ertönte und der Hildisrieder SV startete souverän in die Partie. Der FC Horw hatte Mühe beim Spielaufbau, da der HSV sehr kompakt stand. Das Gastteam agierte sehr oft mit weiten Bällen. Der HSV hingegen versuchte durch einen gepflegten Spielaufbau die Hintermannschaft des FC Horw in Bedrängnis zu bringen. Dies gelang zum Teil relativ gut und man erspielte sich einige gute Torchancen. In der 33. Minute dann das erste Tor. Leider entwischte dem HSV bei einem Eckball ein FC Horw-Spieler, der sich nicht zweimal bitten liess und den Ball gekonnt einnickte. Der HSV liess sich durch den Gegentreffer nicht aus der Ruhe bringen. Nur sieben Minuten später gelang der verdiente Ausgleich. Donato Tomusulo verwertete eine flache Hereingabe mit einem Schlenzer aus 16-Metern. Die Mannschaften gingen mit dem 1:1 in die Pause.

Nach der Pause wurde die Partie mit der Zeit zunehmend kampfbetonter. In der 53. Minute wurde der HSV-Torwart Wicki mit einer roten Karte vom Spielfeld verwiesen. Da kein Ersatztorwart auf der Bank war, musste ein Feldspieler das Tor hüten. Nur vier Minuten später kam es im Strafraum vom FC Horw zu einem Tumult. Für eine Tätlichkeit zückte der Schiedsrichter eine weitere rote Karte gegen den HSV. Die Partie schien dem Referee allmählich aus den Händen zu gleiten. Nur einige Zeigerumdrehungen später wurde ein HSV-Spieler im Strafraum zu Bode gerissen und es gab Elfmeter – die Möglichkeit, doch noch in Führung zu gehen. Der FC Horw-Torwart parierte jedoch den Strafstoss und so blieb es beim 1:1. Der HSV spielte kompakt weiter und man merkte nicht, dass das Heimteam mit zwei Spielern weniger agierte. In der 78. Minute ein Freistoss an der Strafraumgrenze für den FC Horw. Auch dieses Mal wurde ein Akteur der Gäste ungenügend bewacht und beförderte die Kugel per Kopf in das Tor. Ein herber Rückschlag für den Hildisrieder SV. Bis zur letzten Sekunde suchte man zwar noch energisch den Ausgleichstreffer, der blieb jedoch leider aus. Daran änderte auch nichts, dass in der Nachspielzeit der Schiedsrichter dann noch einmal zur Hosentasche griff und einen Horwer vom Platz schickte.

Immerhin: Der HSV liess sich trotzt Unterzahl nie aus dem Konzept bringen und zeigte eine kämpferische und solidarische Mannschaftsleistung. Am Samstag 20. Oktober um 18:00 Uhr gastiert der Hildisrieder SV auf dem Hegler beim FC Hitzkirch. Auch die Seetaler sind nicht wunschgemäss in die Saison gestartet und somit ist eine spannende Partie zu erwarten.

Hildisrieder SV: Wicki; Lang, Burri, Ademovic, Ineichen; Reboredo, Winiger, Roth, Strazzella; Martin, Tomasulo (Jost, Thaqi)