Für die erste Runde des diesjährigen IFV-Cups bekam der Hildisrieder Sportverein einen alten Bekannten zugelost. Gegen das FCL Team Futuro hatte man bereits in der vergangenen Saison zweimal in der Liga gespielt. Beide Male war der HSV als Verlierer vom Platz gegangen, 2:3 in Luzern und zuhause gar mit 0:3. Nun bot sich unverhofft die Chance auf Revanche.

Die favorisierten Gäste versuchten ihrer Rolle gleich gerecht zu werden und dem Spiel den Stempel aufzudrücken. Der HSV seinerseits, mit einer intensiven Vorbereitung und vielen Testspielen in den Beinen, hielt mit einer zweikampfbetonten Spielweise dagegen. Dies sorgte da und dort auf dem Platz für erhitzte Gemüter. Die Gäste aus Luzern führten technisch die feinere Klinge und waren in der Startphase gefährlicher. Der junge Roman Feer im HSV-Tor konnte seinen Kasten vorerst jedoch sauber halten. Umso ärgerlicher, dass Mitte der ersten Hälfte ein Fehler im Spielaufbau dem Team Futuro schliesslich doch das erste Tor ermöglichte – Marko Sucic verwertete trocken zum 0:1. Die Hildisrieder sorgten vornehmlich über Standards für Gefahr. So auch nach einer guten halben Stunde, als James Ineichen einen Freistoss aus dem linken Halbfeld ins Tor köpfte. Der Schiedsrichter signalisierte jedoch ein Abseits. Damit blieb es bis zur Pause beim knappen Rückstand für das Heimteam.

Zu Beginn der zweiten Hälfte standen die HSV-Verteidiger gleich doppelt im Regen. Zuerst entleerten sich dunkle Wolken über dem Bogenhüsli, und in der 52. Minute stand nach einer Kombination der Gäste über rechts im Zentrum schliesslich erneut Sucic völlig frei und vollendete sehenswert per Hacke. Die Hildisrieder gaben darob aber noch nicht auf. Das Spiel blieb weiterhin von harten Zweikämpfen geprägt, worauf Schiedsrichter Ukaj einige Male den gelben Karton zücken musste. Der Fight des HSV wurde nach einer Stunde belohnt. Nach einem Eckball wurde James Ineichens Kopfball von einer Hand geblockt – der Referee entschied folgerichtig auf Penalty, welchen Armend Loshaj souverän verwandelte. Damit stand es 1:2 und alles war wieder offen. In der Folge spielte der HSV besser und tauchte öfters im Luzerner Strafraum auf. Doch wirklich zwingende Möglichkeiten blieben Mangelware. Als kurz vor dem Ende ein Futuro-Akteur nach einem Gerangel des Feldes verwiesen wurde, war die Partie noch einmal auf Messers Schneide. Aber nur wenige Augenblicke später sorgte Pinheiro Batista nach einem langen Ball aus der Abwehr freistehend vor HSV-Keeper Feer für das 1:3 und damit die Entscheidung.

Mit der neuerlichen Niederlage gegen die Luzerner muss das Fanionteam des HSV wie schon im letzten Jahr bereits in der 1. Runde des IFV-Cups die Segel streichen. Die Mannschaft konnte aber über weite Strecken mit dem Gegner mithalten und zeigte eine kämpferisch einwandfreie Leistung. Dies lässt für den Saisonstart in der 3. Liga gegen die Reserven des FC Schötz am kommenden Samstag optimistisch stimmen.

Telegramm:
Datum: Samstag, 16.08.2014, 17:30 Uhr
Spielort: Raiffeisen-Arena Bogenhüsli; 100 Zuschauer.
SR Ukaj
Tore: 23. Marko Sucic 0:1, 52. Marko Sucic 0:2, 60. Loshaj 1:2, 89. Pinheiro Batista 1:3.
Hildisrieder SV: Feer; M. Baumgartner (68. S. Ineichen), J. Ineichen, A. Baumgartner, Brechbühler; Niederberger, Emmenegger (75. A. Ineichen), Frischkopf, Burri (46. Aeschlimann), Wicki; Loshaj.
FC Luzern: Wyss; Macieira César, Sakiri, Fässler, Peter; Mile Sucic (85. Morina), Pinheiro Batista, Martins Cardoso (80. Steinmann), Nesimi, Gilli; Marko Sucic (70. Türkal).
Bemerkungen: 86. Platzverweis Macieira César.