Mit HSV II und Sins III trafen die beiden Topteams nach Verlustpunkten der Gruppe 8 im 1/16-Final des 5.-Liga-Cups aufeinander. Die Statistik sprach für die Gäste aus dem Aargau, denn in den bisherigen vier Ligaspielen zwischen den beiden Mannschaften hatte stets das Auswärtsteam reüssiert.

Wie die vergangenen Partien startete auch diese sofort intensiv mit harten, aber in der Regel fairen Zweikämpfen im Mittelfeld. Das beidseits hohe Pressing verunmöglichte zumeist einen konstruktiven Spielaufbau. Das Spiel sollte von vielen hohen Bällen geprägt werden. Die robusten Sinser kamen damit zunächst besser zurecht. Vor allem über Standards konnten sie diverse Male Chaos im Hildisrieder Strafraum kreieren, wobei dem Heimteam auch das Aluminium zur Seite stand. Fast aus dem Nichts wäre man jedoch zur Führung gekommen, der Volleyschuss von Claudio landete aber knapp neben dem Gehäuse. Die beste Chance der ersten Halbzeit hatten die Gäste, als ihr Flügel nach einem langen Ball hinter die Abwehr allein losziehen konnte, den Ball aber Werni in die Arme schob.

Das 0:0 zur Pause war aus Höudi-Sicht noch das Beste, aber nicht zum ersten Mal konnte man sich nach dem Seitenwechsel steigern. Das Zwöi erarbeitete sich mehr Spielanteile und kam zehn Minuten nach Wiederanpfiff sogleich zum 1:0. Am Ende der ersten wirklich gelungenen Kombination legte Claudio auf Arsim ab, welcher den Ball aus gut 20 Metern direkt und unhaltbar im rechten Eck versenkte. Der Treffer verlieh Auftrieb und der HSV doppelte nach. Nur Minuten später kam Aebi nach einer schönen Scheuber-Flanke im Strafraum zu Fall, worauf der Unparteiische auf Penalty entschied. Arsim erhöhte mit einem satten Schuss unter die Latte auf 2:0. In der Folge verlief die Partie ausgeglichen. Höudi verteidigte diszipliniert und fand jetzt etwas mehr Räume zum Kontern vor. Chancen blieben auf beiden Seiten Mangelware. Godi sah sein vermeintlich sicheres 3:0 durch einen tollen Fussreflex des Sinser Torhüters vereitelt. Rund zehn Minuten vor dem Ende fiel der entscheidende dritte Treffer schliesslich doch noch. Wieder spielten sich die Gastgeber auf rechts durch und die Hereingabe landete bei Aebi, der diesmal unbedrängt einschiessen konnte.

Der 3:0-Endstand täuscht darüber hinweg, dass es lange Zeit ein enges Spiel war. Sins konnte sein Übergewicht in der ersten Hälfte nicht nutzen und wurde dafür von einem effizienten HSV bestraft. Gelegenheit zur Revanche gibt es bereits am Sonntag, wenn die beiden Mannschaften in Sins das nächste Meisterschaftsduell austragen.