Zwei Wochen nach dem Spiel gegen den FC Rotkreuz kam ein weiterer Aufstiegskandidat in die Raiffeisen-Arena, um den Anschluss an die Tabellenspitze nicht zu verpassen. Der Gegner ist bei den A-Junioren der Hildisrieder noch bestens bekannt. Mit dem FC Sursee kam der Cup-Viertelfinalist zu Besuch, der sich unter anderem hier in Hildisrieden im Penaltyschiessen durchsetzen konnte. Für den HSV war der Fall klar. Revenge!

 

Leider gab es wieder einige Absenzen zu beklagen, unter anderem der Rot-Gesperrte Bucher Dave, der für das “Eis“ geschonte Mittelfeldakteur Winiger Thomas und der dauerkranke Brechbühler Joel. Nur mit tatkräftiger Unterstützung dreier B-Junioren wurden 14 Spieler aufgeboten. Nichtsdestotrotz waren alle voller Optimismus.

Trainer Rolf Kiener setzte auf ein offensives 4-4-2, wobei er, wie beinahe immer, den richtigen taktischen Entscheid traf. Die Defensive der Hildisrieder stand solide, während die Offensive den Surseer um die Ohren rannte. Dieser energiegeladene Start der Hildisrieder wurde bereits in der 10. Minute belohnt, als Hüsler Dave nach einer genialen Ballstafette zum 1:0 einschob. In der Folge wurden die Surseer aggressiver und stiegen teilweise überhart in die Zweikämpfe. Nach 22 Minuten erhielt der Kapitän der Surseer die gelbe Karte und konnte in den nächsten zehn Minuten das schöne Fussballwetter auf der Bank geniessen.

Kurz darauf trat Christen Andi einen Freistoss an der Mittellinie, der im Straffraum der Surseer landen sollte. Doch der Ball wurde immer länger und länger. Er verfehlte zwar das anvisierte Ziel, aber das war der gesamten Mannschaft egal, vor allem Christen Andi. Im Style eines Lionel Messi oder Christiano Ronaldo oder sogar noch besser verschwand der Ball im Lattenkreuz. Ein tolles Tor, obwohl vielleicht nicht ganz so gewollt!

Bereits vier Minuten später reagierte Sursee auf den ersten Abwehrfehler der Hildisrieder. Lang Raffi machte den Surseer ein Geschenk und diese nahmen es dankend an. Nach einer halben Stunde stand es 2:1. Kurz darauf klingelte es aber schon wieder im Kasten der Surseer. Keine zwei Minuten waren vergangen, als der Surseer Innenverteidiger souverän per Kopf am eigenen Torhüter vorbeilegte. Den muss man zuerst auch mal machen! 3:1 Pausenstand für die Hildisrieder.

Kiener Rolf wollte nun dieses Ergebnis über die Zeit bringen und stellte auf ein defensives 4-4-2 um. Taktikfuchs Kiener verspekulierte sich aber und das führte dazu, dass Torhüter Müller Reto sich zum zweiten Mal umdrehen musste. Kiener Rolf trifft halt nur fast immer den richtigen Entscheid. Jedoch immer noch mit 3:2 in Führung und immer noch defensiv ausgerichtet, unterlief auch dem anderen Hildisrieder Innenverteidiger, Herzog Fabian, ein Bock. Ein hoher Ball hinter die Abwehr versuchte er mit halb Foulrückzieher, halb Ballettbewegung zu klären. Der gegnerische Stürmer nutzte diese Unsicherheit aus, eroberte den Ball und liess Müller Reto erneut ohne Chance. Als Antwort spielten die Hildisrieder wieder offensiver, der Spielstand blieb aber unverändert.

Leider konnten die A und B-Junioren die Surseer auch im zweiten Anlauf nicht besiegen, obwohl dies nicht ganz unverdient gewesen wäre. Ein weiterer unnötiger Punkteverlust gegen durchaus schlagbare Gegner.

Hopp Höudi!