In der Raiffeisen-Arena empfingen die A-Junioren des Hildisrieder Sportvereins den Tabellenführer FC Rotkreuz. Alles deutete auf ein Spitzenspiel hin, doch in der Kabine der Hildisrieder herrschte gähnende Leere. Nur elf Spieler der HSV-Junioren waren vertreten. Auch Trainer Rolf Kiener hatte keine wirklich guten Neuigkeiten, als er in die Kabine kam. Nur noch Winiger Thomas, der vorher schon beim “Eis“ auf der Bank sass, kam auf die 2. Halbzeit.

 

Ohne Auswechselspieler, dafür mit einer motivierenden Rede von Trainer Rolf im Hinterkopf, begannen wir mit dem Spiel. Wir merkten bald, wieso der FC Rotkreuz an der Tabellenspitze stand. Sie begannen sofort mit ihrem Offensivfussball. Doch Kiener Rolf hat damit gerechnet und verzichtete auf das 3-4-3 System und lies stattdessen ein defensives 4-4-2 spielen. Immer noch mitgerissen von Rolfs Rede warfen sich die Hildisrieder in jeden Ball und in jeden Spieler.

Der erste Aufreger geschah nach etwa 15 Minuten. Plötzlich schrie Brechbühler Joel nach einem Zweikampf auf, er könne nicht mehr weiterspielen. Da er aber problemlos umherlief wussten wir nicht, was geschehen war. Auch Rolf ignorierte ihn, da keine Auswechselspieler zur Verfügung standen. Es sah aus als könnte er weiterspielen. Auch als der nächste Angriff der Rotkreuzer über seine Seite lief, konnte er den Angriff erfolgreich unterbinden. Danach drehte er sich allerdings zur Trainerbank um und schrie: „Dammi Rolf, eine vo desne hedmer is Aug glängt ond jetzt esch mini Lense usegheit! Jetzt nemm mech use!“ Er schrie noch weitere Dinge, unteranderem das Rolf Linsen für ihn aus seiner Tasche bringen muss. Was das nützen sollte, weiss bis heute keiner. Auch interessiert hat es die Meisten nicht. Erst als in der 40. Minute Winiger Thomas kam, konnte Brechbühler Joel nach unzähligen Schreiattacken endlich ausgewechselt werden. Sonst verlief die erste Halbzeit ohne nennenswerte Aktion.

In der zweiten Halbzeit änderte sich nicht sehr viel am Spiel. Der FC Rotkreuz biss sich die Zähne an der sicheren Defensive der Hildisrieder aus. Aus dieser Defensive konnten aber unsererseits auch keine wirklichen Torchancen erspielt werden. Die Rotkreuzer drückten immer mehr, aber sie wurden auch immer nervöser. Die Hildisrieder hörten immer mehr Beleidigungen, die aber auch immer weinerlicher wurden, wodurch diese nicht mehr allzu ernst genommen werden konnten.

Erst in der 90. Spielminute gelang es einem Rotkreuzer wirklich in den Strafraum, wo er prompt von Lang Raffi niedergemäht wurde. Der Schiripfiff liess nicht lange auf sich warten. Penalty. In der 90. Minute. Stürmer Dedukic verwandelte ihn souverän. In der Folge darauf warf der HSV alles nach vorne und lief dadurch in zwei Konter, die der FC Rotkreuz eiskalt ausnutzte. Die A-Junioren des FC Rotkreuz gewannen daher zwar verdient mit 3:0, bitter war das Resultat aber trotzdem.

Nichtsdestotrotz hinderte das die Hildisrieder nicht am gemeinsamen Ausflug nach Römerswil, an ein “Buurefäscht“, wo wir auch auf den verschollenen Rest der Mannschaft trafen.

Trotz der Niederlage hatten wir einen lustigen Abend. Das Team lebt!

Hopp Höudi!